Das Gewissen
Version 5 (von tim@improgranti.de, 24.09.2015 09:34)
Es wird eine beliebige Vorgabe geholt, am besten eignet sich aber die Vorgabe einer Beziehung zwischen zwei Personen (z. B. beste Freundinnen).
Zwei Spieler spielen nun eine Szene.
Zwei weitere Spieler sprechen nun das Gewissen der jeweiligen Spieler. Dabei können sie im Off stehen und ein Mikrofon benutzen.
Besser ist aber, sie stehen direkt hinter dem jeweiligen Spieler, dessen Gewissen sie sind und gucken ihm über die Schulter. Das Gewissen spricht in direkter Rede zu dem Spieler, kommentiert und macht ihm Vorschriften. Der Spieler kann, muss aber nicht mit seinem Gewissen in Dialog treten.
Ein schöner Effekt ist immer, wenn die Handlungen des Spielers von seinem Gewissen total konterkariert werden.
Das Gewissen kann aber auch zeitweise über andere Sachen nachdenken/reden, die im Moment mit der eigentlichen Szene nichts zu tun haben (zum Beispiel ein Immobilienmakler zeigt und erklärt einem Mieter die Wohnung und das Gewissen redet von den Vorzügen einer Kollegin des Immobilienmaklers, in die er sich verliebt hat). Dies kann dann schöne Hintergrundinformationen zu der Figur ergeben.
Variationen
- Jeder Gewissensspieler spielt das Gewissen von jeweils einem Spieler
- Beide Gewissensspieler spielen beide das Gewissen von einem Spieler (einer ist das gute, der andere das böse Gewissen)
Quellen
aus dem Buch: Vlecek, Radim: Workshop Improvisationstheater, Auer Verlag.