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Der Mord

Version 1 (von Klaus, 24.02.2012 10:22)

An dieser Langform sind 5 Spieler beteiligt. Sie dauert 30-60 Minuten.

1. Runde: Vorstellung
Der Moderator spielt den Kommissar und lässt sich vom Publikum einen Tick geben. Die anderen vier Spieler bekommen ebenfalls Vorgaben vom Publikum. Danach stellt sich jeder Spieler einzeln vor, jede Vorstellung sollte etwas eine Minute dauern.
Wichtig: Die Figuren haben nichts miteinander zu tun und sollten möglichst unterschiedlich sein. Damit das Lachen nicht zu kurz kommt, kann mindestens eine der Figuren eine "witzige" sein.

Die Zuschauer entscheiden nun, wer von den vier Spielern das Opfer sein soll.

2. Runde: Gespräch mit den Verdächtigen
Die verbleibenden drei Verdächtigen werden einzeln vom Kommissar besucht, dh. wir haben drei kurze (!) Szenen. Die Verdächtigen erfahren von dem Mord und werden nach einem Alibi für die Tatzeit gefragt. Jetzt ergibt sich eine Verbindung/Beziehung zum Opfer, z.B. war das Opfer der Nachbar, der Bruder, ein Freund, man hat sich auf dem Weg ins Büro gesehen etc.

Wichtig: In dieser Runde geht es noch nicht um das Motiv!

3. Runde: Rückblick auf die letzte Begegnung
Sprung zurück in die Zeit vor den Mord. Der Kommissar hat Pause, denn wir sehen jeweils die letzte Begegnung jedes Verdächtigen mit dem Opfer, d.h. auch hier gibt es wieder drei Szenen. in dieser Runde wird ein mögliches Motiv klar und deutlich und es kommt zu einem Konflikt/Streit. Ziel ist es, dass jeder drei so verdächtig wie möglich ist, also alle drei ein Mordmotiv haben!

4. Runde: Begegnung der Verdächtigen
Alle drei Verdächtigen kommen zusammen; wir erfahren etwas über ihre Beziehung zueinander und zu dem Opfer. Sie verdächtigen sich gegenseitig und es kommt zum Konflikt/Streit. Dramaturgisch ist es sinnvoll, sie abgestuft kommen und gehen zu lassen, also ähnlich wie Wachsen und Schrumpfen. Das heißt, zunächst ist Spieler A auf der Bühne, monologisiert gegebenenfalls, dann kommt Spieler B dazu, A und B reden miteinander, dann kommt Spieler C, die drei gehen in Interaktion, dann verlässt einer der drei die Bühne wieder (kann, muss aber nicht A sein), die verbleibenden zwei unterhalten sich, dann verlassen beide gemeinsam die Bühne oder nur einer und der verbleibende monologisiert abschließend. Vorteil: Der Fokus ist einfacher zu handhaben, jeder bekommt Raum für sein Spiel, die Szene verdichtet sich zunehmend und löst sich von allein wieder auf.

Gegebenfalls kann der Kommissar auftauchen, z.B. indem er die Szene heimlich belauscht.

5. Runde: Die Obduktion
Der Kommissar holt sich zwei Assistenten aus dem Publikum. Es werden drei Stühle aufgestellt und das Opfer legt sich darauf. Jetzt untersucht/obduziert der Kommissar die Leiche und holt sich im Sinne von Satz vervollständigen Anregungen von seinen Assistenten. Z.B. Kommissar:"Oh, das sieht aus wie ein....", Zuschauer: "Loch!" oder Kommissar: "Da ist ja eine Prellung am...", Zuschauer: "Ohrläppchen!"

In dieser (sicherlich amüsanten, auflockernden) Runde wird außerdem - auch mit Hilfe der Publikumsassistenten - die Tatwaffe "ermittelt". Beispiel: Kommissar (nachdenklich): "Diese Prellung könnte verursacht sein von...", Zuschauer: "...einer Billardkugel."

In Anschluss an diese Szene entscheiden die Zuschauer, wer der Mörder ist.

6. Runde: Der Mord
Jetzt sehen wir in einem Rückblick die Mordszene. Im Idealfall gibt es nochmal eine Wendung und zu dem Motiv kommt noch etwas Neues hinzu (z.B. ein überraschender Telefonanruf oder Brief).