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Fehler

Änderungen in Version 100 (von improwiki, 01.12.2013 22:04)

  • Hier geht es um Missgeschicke bzw. Fehler während eines Auftritts oder im Zusammenhang mit einem Auftritt.
  • Jedem Spielenden unterlaufen natürlich Fehler. Was heißt Fehler in diesem Zusammenhang?
  • ## Merkmale/Ausdruck einer "fehlerhaften" Szene
  • Es gibt im Spiel bestimmte Abläufe, Äußerungen oder Verhaltensweisen, die dazu führen, dass die Szene
  • - langweilig und langatmig ist,
  • - die Zuschauer nicht berührt,
  • - keine Handlung stattfindet,
  • - zu viel geredet wird (Geschwätzigkeit),
  • - sich nicht weiter entwickelt,
  • - chaotisch und unstrukturiert wirkt,
  • - unanschaulich ist,
  • - unklar ist,
  • - in der Szene legitime Bedürfnisse der Zuschauer ignoriert werden,
  • - die anderen Mitspieler und/oder die Zuschauer nicht ernst genommen werden,
  • - den Spielerinnen und Spielern selbst keinen Spaß macht.
  • ## Allgemeine (bühnenspezifische) Fehler
  • - undeutliches und/oder hastiges Sprechen,
  • - leises Sprechen,
  • - Rücken zum Publikum,
  • - zu weit hinten auf der Bühne spielen,
  • - Agieren in nicht oder schlecht einsehbaren Bereichen,
  • - die Energie an die Wand hinspielen, statt zum Publikum hin,
  • - nicht das ganze Publikum wird angesprochen, sondern nur die ersten Reihen oder die Mitte,
  • - es wird nie Richtung Publikum geschaut,
  • - nicht im Licht spielen.
  • ## Improspezifische Fehler
  • - die Mitteilung von Basisinformationen wird vergessen (z.B. CBZO),
  • - Blocken,
  • - Gefühle werden nicht gezeigt und/oder weggequatscht,
  • - Ignorieren,
  • - Geschwätzigkeit statt Schweigen bzw. Pausen,
  • - Streit,
  • - Tratschen,
  • - Warteschleife,
  • - Statuskampf,
  • - fehlender/unklarer Fokus,
  • - Pantomimisch eingerichtete Gegenstände, Wände, Türen werden im weiteren Spiel ignoriert oder falsch verortet,
  • - kein klarer Szenenabschluss,
  • - verspäteter Szenenabschluss,
  • - keiner traut sich (zunächst) auf die Bühne,
  • - das Gegenteil davon: Jeder "baut sich in die Szene ein", auch wenn das nicht nötig ist.
  • - Mitspieler werden "an die Wand" gespielt (Rampensau),
  • - jeder spielt für sich, d.h. kein Zusammenspiel,
  • - zu viele Ideen in einer Szene,
  • - Verharren im persönlichen Status Quo (<->Veränderung),
  • - Gegensätze und Kontraste werden vermieden,
  • - Vergessen von Vorgaben der Mitspieler (Namen usw.) oder des Publikums,
  • - kennzeichnende Merkmale der dargestellten Person werden nicht beibehalten (z.B. "Verlust" des Dialekts im Laufe der Szene)
  • - die Figur ist nicht authentisch, der Spieler nimmt seine eigene Figur nicht ernst,
  • - die Szene ist zu statisch, es wird an einer Stelle verharrt, d.h. der vorhandene Bühnenraum wird nicht ausgenutzt,
  • - fehlende Stringenz,
  • - eine Geschichte (Storytelling) wird durch einen Gag beendet. Damit ist eine Fortsetzung der Geschichte nicht möglich - anders beim Replay, dort kann die Szene oft nur durch einen Gag beendet werden,
  • - man schaut seine Mitspieler nicht an und kann dadurch schlecht feststellen, wann diese etwas sagen wollen, oder sich deren Status verändert - dadurch kann es passieren, dass jeder für sich spielt.
  • ## Sonstige Fehler, Missgeschicke oder Ungeschicklichkeiten während eines Auftritts
  • - nicht spielende - aber für Zuschauer sichtbare - Akteure ...
  • - wirken gelangweilt,
  • - beachten die laufende Szene nicht,
  • - unterhalten sich während des Spiels der anderen,
  • - haben schlaffe, kraftlose Körperhaltung (z.B. durch Anlehnen an die Wand),
  • - Nicht-Respektieren und Nicht-Ernstnehmen des Publikums (durch Spieler und Moderator), etwa durch negative oder abwertende Äußerungen, wenn keine Vorschläge kommen,
  • - die Szene wird undynamisch betreten/verlassen,
  • - es ist unklar, wann der Spieler in der Szene ist (er geht z.B. zunächst noch ohne Haltung auf die Bühne zu den Akteuren),
  • - Zuschauer, die die Bühne betreten, weil sie in irgendeiner Form beteiligt sind, werden nicht freundlich, nicht angemessen respektvoll behandelt (z.B. wird vergessen, sich bei ihnen für die Mitwirkung zu bedanken),
  • - Der Auftrittsanfang und/oder das Auftrittsende sind unklar, ungeübt, unkonzentriert (Beispiele: Die Spieler/innen werden nicht vorgestellt, die gemeinsame Schlussverbeugung vor dem Publikum ist unkoordiniert).
  • - Musiker wird am Anfang nicht vorgestellt, am Auftrittsende wird sich bei ihm nicht bedankt,
  • - bei sonstigen Beteiligten (z.B. Beleuchter) wird sich nicht bedankt,
  • - die Pause ist zu lang,
  • - die Spannung/Konzentration/Energie der Spieler/innen sackt während der Pause so tief, dass sie in der 2. Hälfte nicht mehr die gewünschte Stärke hat (z.B. weil die Spieler/innen nicht zusammengeblieben sind und während der Pause mit Zuschauern geplaudert haben),
  • - der Auftritt insgesamt ist zu lang,
  • - die Zusammenstellung der Spiele ist ungeschickt (zu wenig Abwechselung, gleichartige Spiele hintereinander usw.),
  • - zu viele/zu wenig Zugaben,
  • - ungeklärte Konflikte, insbesondere Streitereien kurz vor dem Auftritt wirken auf jeden Fall dämpfend für die Spielfreude,
  • - Diskussionen/Kritik während der Pause.
  • ## Abbrechen der Szene
  • -Im Falle einer völlig missratenen, aus dem Ruder laufenden Szene darf der Moderator die Szene abbrechen!
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  • -*Siehe auch* Regeln
  • -Kategorie:Fehler
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  • +Im Falle einer völlig missratenen, aus dem Ruder laufenden Szene darf der Moderator die Szene abbrechen!