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Fünfakter

Version 6 (von Klaus, 03.10.2010 07:41)

Bei dieser Langform orientiert man sich an der "klassischen" Dramenform mit fünf Akten. Anfang und Ende des jeweils Aktes kann mit einem virtuellen Öffnen und Zuzuziehen des Vorhangs durch einen der Spieler angedeutet werden. Wie im "klassischen" Drama kann man in gereimten Versen sprechen.

Der Aufbau des fünfaktigen Dramas ist:

1. Akt: *Exposition
: Die Zuschauer werden in die zeitlichen und örtlichen Verhältnisse eingeführt, sie lernen die Vorgeschichte und die für die Handlung wesentlichen Personen kennen, und ihre Aufmerksamkeit wird auf den Keim des Konfliktes und der Spannung gelenkt.
- 2. Akt: Das erregende Moment, die Schürzung des Knotens'
:Die Handlungsfäden werden verknüpft und verschlungen. Interessen stoßen aufeinander, Intrigen werden gesponnen, die Entwicklung des Geschehens beschleunigt sich in einer bestimmten Richtung, die Spannung auf den weiteren Verlauf der Handlung und auf das Ende (Finalspannung) steigt.
*3. Akt: *Höhepunkt
der Entwicklung des Konfliktes.
:Der Held steht in der entscheidenden Auseinandersetzung; der Umschlag, die dramatische Wende zu Sieg oder Niederlage, zu Absturz oder Erhöhung erfolgt.
4. Akt: *Retardierenden Moment
:Die Spannung steigert sich, indem die Entwicklung verzögert wird. Der Held scheint doch noch gerettet zu werden (Tragödie).
*5. Akt: *Lösung des Konfliktes''
:Die Schlusshandlung bringt die Lösung des Konfliktes mit dem Untergang des Helden/der Heldin. Häufig ist jedoch der äußere Untergang, der Tod, mit einem inneren Sieg und der Verklärung des Helden/der Heldin verbunden.

Bei der Frage nach der Vorgabe ist es z.B. denkbar, Historisches abzufragen. Also kann man (bei einem Gastspiel z.B.) nach der bekanntesten Sehenswürdigkeit einer Stadt fragen und um diese dann die Geschichte zu spinnen. Da es sich in der Regel um ältere Bauwerke handelt, kann man die Geschichte ganz ungezwungen in der Vergangenheit spielen lassen.

Siehe auch: Heldenreise

Kategorie:Langform