Gegensätze
Version 33 (von Klaus, 22.08.2012 07:22)
Gegensätze bei den spielenden Personen sind für das Gelingen einer Szene hilfreich. Aus Gegensätzen kann leichter "Reibung" entstehen, es lassen sich leichter Konflikte entwickeln. Außerdem machen sie grundsätzlich eine Szene vielfältiger und damit interessanter.
Die Möglichkeit zu Gegensätzen in der Szene bieten:
- Status - hoch <-> niedrig,
- Tempo - die eine Person bewegt sich schnell, die andere langsam,
- Charakter - böse <-> gut, egoistisch <-> altruistisch, hektisch <-> phlegmatisch
- innere Haltung - "ich mache meinen Verkäuferjob sehr gern" <->"ich bin ein schlechtgelaunter Kunde", "ich bin der fachlich schlechteste Schuhverkäufer der Welt" <->"ich bin der Schuhexperte"
- Sprache - laut <-> leise, schnell <-> langsam.
- Gefühle - traurig <-> fröhlich, ängstlich <-> tollkühn, Liebe <-> Gleichgültigkeit (Hass)
- Geschlecht
Unterschiedlich, wenn auch nicht unbedingt gegensätzlich können sein:
- Figuren - Beispiel: Es ist für das Gelingen einer Szene aus dem Horrorgenre nicht dienlich, wenn alle Spieler als Alien/Blutsauger/Bösewicht o.ä. auf der Bühne agieren, beim Science Fiction alle Roboter sind usw.
- Sprache - Dialekt/Hochdeutsch
Dramaturgisch gegensätzlich sind Protagonist - Antagonist
Daneben kann und sollte es Gegensätze bei der programmatischen Gestaltung geben, dh. die Spiele bzw. Szenen bei einer Langform sollten gegensätzlich oder unterschiedlich sein. Beispiel: Actionszene - besinnliche Szene; Sprechspiel - Singspiel.
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