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Geschwätzigkeit

Änderungen in Version 2 (von Klaus, 11.06.2012 08:18)

  • Geschwätzigkeit ist ein beliebter Fehler beim Improvisationstheater. Geschwätzigkeit heißt, dass mehr geredet wird, als es der jeweiligen Szene bzw. der konkreten augenblicklichen Situation gut tut. Geschwätzigkeit führt nicht, dass die Szene/Situation misslingt, Geschwätzigkeit heißt, dass aus der Szene nicht das Optimale herausgeholt wird.
  • Geschwätzigkeit kann es in mehreren Ausprägungen geben:
  • - Es wird begleitend gesagt bzw. angekündigt, was man ohnehin tut oder tun wird. Beispiel: „Ich schraube jetzt mal die Birne rein“ und das wird unmittelbar danach gemacht. („Nicht drüber reden - es einfach machen!“)
  • -- Es wird nur über einen Zustand geredet, anstatt ihn zu spielen/zu zeigen. Z.B. statt „Ich habe Hunger“ sucht jemand vergeblich nach Nahrung im Kühlschrank usw.
  • +- Es wird nur über einen Zustand geredet, anstatt ihn zu spielen/zu zeigen. Z.B. statt „Ich habe Hunger“ zu sagen und darüber zu lamentieren sucht jemand vergeblich und ausgiebig nach Nahrung im Kühlschrank usw.
  • - Es wird ein vorhandenes Gefühl zugequatscht dh. ein Schweigen von mehreren Sekunden wäre intensiver und würde das vorhandene Gefühl verstärken. Beispiel: Zwei alte Freunde treffen sich nach vielen Jahren wieder. Hier ist eine schweigende, innige Umarmung viel berührender als viele Worte.
  • Geschwätzigkeit ist häufig Ausdruck von Unwissenheit und Unerfahrenheit. Man denkt, man könne den Zuschauern Schweigen nicht zumuten oder es sei langweilig für sie. Es kann auch Ausdruck dafür sein, dass die Spieler noch nicht gelernt haben, in die Körperlichkeit, in die Bewegung, in die Pantomime zu gehen.
  • Kategorie:Fehler
  • Kategorie:Begriffe