Harold
Änderungen in Version 12 (von Klaus, 26.11.2015 16:49)
- Der **Harold** ist eine von Del Close entwickelte Langform. In der Urform, beschrieben in "Truth in comedy" von Del Close und Charna Halpern, besteht der Harold aus folgenden Phasen:
- 1. Es wird ein weltlicher **Begriff** vom Publikum erfragt.
- 2. gemeinsame **Assoziationsrunde** der gesamte Gruppe, verbal und nonverbal ausgehend von einem Wort aus dem Publikum.
- 3. Es werden drei möglichst sehr **unterschiedliche, nicht zusammenhängende Szenen** gespielt, die jeweils mit zumindest einer der unter 2. genannten Assoziationen zu tun haben.
-4. Nun folgt das **Gruppenspiel**. Hier ist alles möglich. Strukturspiele (Kurzformen),Monologe, Gesang, Übungen usw. . Es werden Themen angesprochen, die in den drei Geschichten von 3. nicht auftauchten, aber mit 2. oder mit dem anfänglichen Wort aus dem Publikum zu tun haben.- +4. Nun folgt das **Gruppenspiel**. Hier ist alles möglich. Strukturspiele (Kurzformen), Monologe, Gesang, Übungen usw. . Es werden Themen angesprochen, die in den drei Geschichten von 3. nicht auftauchten, aber mit 2. oder mit dem anfänglichen Wort aus dem Publikum zu tun haben.
-5. **Fortsetzung und Vertiefung der 3 Geschichten** von 3. Es können sich plötzlich Verbindungen zwischen den Geschichten ergeben oder Beinflussungen. Das muss nicht geschehen, aber es kann.- +5. **Fortsetzung und Vertiefung der drei Geschichten** von 3. Es können sich plötzlich Verbindungen zwischen den Geschichten ergeben oder Beinflussungen. Das muss nicht geschehen, aber es kann.
- 6. **2. Gruppenspiel**. Wie 4. Allerdings können und dürfen die bisherigen Geschichten von 3./4./5. das nun Entstehende beeinflussen.
-7. **Beendigung der 3 Geschichten** von 3./5.. Wenn es gut läuft, verbinden/überschneiden/ergänzen sich die drei Geschichten jetzt thematisch und/oder in den Charakteren.- +7. **Beendigung der 3 Geschichten** von 3./5. Wenn es gut läuft, verbinden/überschneiden/ergänzen sich die drei Geschichten jetzt thematisch und/oder in den Charakteren.
-8. **Gemeinsames Ende**,, das die Geschichten verbindet. Auch hier sind alle Spiele und Spielformen erlaubt.- +8. **Gemeinsames Ende**, das die Geschichten verbindet. Auch hier sind alle Spiele und Spielformen erlaubt.
- Der Harold wird weltweit von vielen Improtheatergruppen gespielt und verschiedene Spielarten und Varianten haben sich entwickelt. Der Harold ist eine der ersten Langformen der Improvisationstheatergeschichte überhaupt.
- ## Tipps und Hinweise
- - Es müssen nicht zwingend jeweils drei Spiele sein, möglich sind auch vier oder fünf.
- - Wenn eine Geschichte es nicht mehr hergibt, muss sie in 7. nicht mehr weitergespielt werden.
- - Gerade beim Harold muss man sich nicht sklavisch an das (an ein) Schema halten!