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Harold

Version 7 (von Klaus, 26.11.2015 16:29)

Der Harold ist eine von Del Close entwickelte Langform. In der Urform, beschrieben in "Truth in comedy" von Del Close und Charna Halpern, besteht der Harold aus folgenden Phasen:

  1. Es wird ein weltlicher Begriff vom Publikum erfragt.

  2. gemeinsame Assoziationsrunde der gesamte Gruppe, verbal und nonverbal ausgehend von einem Wort aus dem Publikum

  3. Es werden 3 möglichst sehr unterschiedliche, nicht zusammenhängende Szenen gespielt, die jeweils mit zumindest einer der unter 1. genannten Assoziationen zu tun haben

  4. Nun folgt das Gruppenspiel. Hier ist alles möglich. Strukturspiele (Kurzformen),Monologe, Gesang, Übungen usw. . Es werden Themen angesprochen, die in den drei Geschichten von 2. nicht auftauchten, aber mit 1. oder mit dem anfänglichen Wort aus dem Publikum zu tun haben.

  5. Fortsetzung und Vertiefung der 3 Geschichten von 3. Es können sich plötzlich Verbindungen zwischen den Geschichten ergeben oder Beinflussungen. Das muss nicht geschehen, aber es kann.

  6. 2. Gruppenspiel. Wie 4.. Allerdings können und dürfen die bisherigen Geschichten von 3./4./5. das nun Entstehende beeinflussen.

  7. Beendigung der 3 Geschichten von 3./5.. Wenn es gut läuft, verbinden/überschneiden sich die Geschichten jetzt thematisch und/oder in den Charakteren.

  8. gemeinsames Ende, das die Geschichten verbindet.

Der Harold wird weltweit von vielen Improtheatergruppen gespielt und verschiedene Spielarten und Varianten haben sich entwickelt. Der Harold ist eine der ersten Langformen der Improvisationstheatergeschichte überhaupt.