Monolog
Änderungen in Version 31 (von Klaus, 16.11.2012 23:41)
- Der **Monolog** ist der Gegensatz zum Dialog.
- Bem Improvisationstheater gibt es den Monolog in zwei Formen.
-- als **Selbstgespräch**, dh. die dargestellte Figur redet wirklich in ihrer Rolle laut mit sich selbst, aber eben ohne Adressaten. Das wird häufig im Rahmen einer Soloszene oder einer Solosequenz in einer längeren Geschichte passieren. Es ist aber auch denkbar, wenn eine weitere Person auf der Spielfläche ist. In diesem Fall wird das "Selbstgespräch" allerdings bei der anderen Bühnenfigur ebenso wie bei einem Menschen im realen Leben zu Irritationen führen, weil Selbstgespräche von Menschen in Gegenwart anderer häufig für eine sog. Verhaltensauffälligkeit oder psychische Störung sprechen. Ein Sonderfall des Monologs kann ein Telefongespräch sein, wenn eine Figur mit einer nicht hörbaren anderen redet.- +- als **Selbstgespräch**, dh. die dargestellte Figur redet wirklich in ihrer Rolle laut mit sich selbst, aber eben ohne Adressaten. Das wird häufig im Rahmen einer Soloszene oder einer Solosequenz in einer längeren Geschichte passieren. Es ist aber auch denkbar, wenn eine weitere Person auf der Spielfläche ist. In diesem Fall wird das "Selbstgespräch" allerdings bei der anderen Bühnenfigur ebenso wie bei einem Menschen im realen Leben zu Irritationen führen, weil Selbstgespräche von Menschen in Gegenwart anderer häufig für eine sog. Verhaltensauffälligkeit oder psychische Störung sprechen.
- +Ein Sonderfall des Monologs kann ein Telefongespräch sein, wenn eine Figur mit einer nicht hörbaren anderen redet.
- - als **lautes Denken** bzw. als innerer Monolog. In diesem Fall spricht die Bühnenfigur das aus, was sie gerade denkt und fühlt. Der Reiz des inneren Monologs besteht in der Paradoxie, dass das Publikum mitbekommt, was die Figur gedanklich zu sich selbst sagt. Natürlich hören die anderen Schauspieler als solche den Monolog mit und können das ggf. in ihrem weiteren Spiel berücksichtigen (etwa, wenn der laut Denkende eine Behauptung aufgestellt hat), aber die von ihnen dargestellten Figuren "hören" den Monolog nicht.
- :Das laute Denken kann in zwei Formen geschehen:
- ::* *Der Spieler selbst* spricht aus, was er (dh. was die Figur) gerade denkt. In diesem Fall ist es sinnvoll, dass er Richtung Publikum schaut ggf. sich auch mit dem Körper Richtung Publikum wendet, vieleicht sogar einen Schritt nach vorne macht. Indem er aus dem direkten Spiel körperlich heraustritt und vielleicht auch noch sein Sprechen ändert (langsamer, tiefere Tonlage), wird deutlich, dass es sich um "Denken" handelt. Während er redet, frieren die anderen ein. Hat er den Monolog beendet, tritt er zurück und die gemeinsame Spielszene wird fortgesetzt.
- ::* Die Gedanken des Spielers werden *durch einen anderen*, an der gerade laufenden Szene bisher nicht beteiligten Spieler ausgesprochen. Dies kann passieren, um einen Impuls zu setzen, etwa weil die Szene gerade stagniert, es kann aber auch passieren, um Gedanken auszusprechen, die von der dargestellten Figur als fremd, irritierend oder konfliktträchtig empfunden werden (die Fremdheit wird durch den "fremden" Sprecher unterstützt). Das kann z.B. "das Gewissen" sein, können widerstreitende Gedanken oder Gefühle sein (ggf. auch durch zwei Spieler ausgesprochen), das können (mahnende) Worte einer nicht anwesenden oder verstorbenen Person sein, derer sich der Spieler gerade erinnert. In diesem Fall tritt der externe Spieler möglichst nahe hinter den "laut Denkenden", versucht aber, seine physische Sichtbarkeit für die Zuschauer möglichst gering zu halten. Die anderen Spieler überlassen sofort dem laut Denkenden den Fokus bzw. frieren ggf. ein.
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