Zum Inhalt springen

Monolog

Änderungen in Version 8 (von Klaus, 09.11.2012 12:38)

  • Der **Monolog** ist der Gegensatz zum Dialog.
  • Bem Improvisationstheater gibt es den Monolog in zwei Formen.
  • - als **Selbstgespräch**,
  • dh. die dargestellte Figur redet wirklich in ihrer Rolle laut mit sich selbst, aber eben ohne Adressaten. Das wird häufig im Rahmen einer Soloszene passieren, ist aber auch denkbar, wenn eine weitere Person auf der Spielfläche ist. In diesem Fall wird das "Selbstgespräch" allerdings bei der anderen Bühnenfigur ebenso wie bei einem Menschen im realen Leben zu Irritationen führen, weil Selbstgespräche von Menschen in Gegenwart anderer häufig für eine psychische Störung sprechen. Ein Sonderfall des Monologs in Gegenwart anderer kann ein Telefongespräch sein, wenn nur eine Person mit einer nicht hörbaren anderen redet.
  • - als **lautes Denken** bzw. als innerer Monolog.
  • -In diesem Fall spricht die Bühnenfigur das aus, was sie gerade denkt. Der Reiz des inneren Monologs besteht in der Paradoxie, dass das Publikum mitbekommt, was die Figur nur zu sich selbst sagt. Natürlich hören die anderen Schauspieler als solche den Monolog mit und können das ggf. in ihrem weiteren Spiel berücksichtigen (etwa, wenn der laut Denkende eine Behauptung aufgestellt hat), aber die von ihnen dargestellten Figuren "hören" den Monolog nicht.
  • +In diesem Fall spricht die Bühnenfigur das aus, was sie gerade denkt und fühlt. Der Reiz des inneren Monologs besteht in der Paradoxie, dass das Publikum mitbekommt, was die Figur nur zu sich selbst sagt. Natürlich hören die anderen Schauspieler als solche den Monolog mit und können das ggf. in ihrem weiteren Spiel berücksichtigen (etwa, wenn der laut Denkende eine Behauptung aufgestellt hat), aber die von ihnen dargestellten Figuren "hören" den Monolog nicht.