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Monolog

Version 17 (von Klaus, 09.11.2012 13:36)

Der Monolog ist der Gegensatz zum Dialog.

Bem Improvisationstheater gibt es den Monolog in zwei Formen.

:- Der Spieler selbst spricht aus, was er (dh. was die Figur) gerade denkt. In diesem Fall ist es sinnvoll, dass er einen Schritt nach vorne Richtung Publikum macht und sich diesem körperlich zuwendet. Indem er aus dem direkten Spiel heraustritt und vielleicht auch noch sein Sprechen ändern (langsamer, tiefere Tonlage), wird deutlich, dass es sich um "Denken" handelt. Während er redet, frieren die anderen ein. Hat er den Monolog beendet, tritt er zurück und die gemeinsame Spielszene wird fortgesetzt.

:- Die Gedanken des Spielers werden durch einen anderen, an der Szene bisher nicht beteiligten Spieler ausgesprochen. Dies kann passieren, um einen Impuls zu setzen, etwa weil die Szene gerade stagniert, es kann aber auch passieren, um Gedanken auszusprechen, die von der dargestellten Figur als fremd, irritierend oder konfliktträchtig empfunden werden (die Fremdheit wird durch den "fremden" Sprecher unterstützt). Das kann z.B. "das Gewissen" sein, können widerstreitende Gedanken oder Gefühle sein (ggf. auch durch zwei Spieler ausgesprochen), das können Worte einer verstorbenen Person sein, derer sich der Spieler gerade erinnert. In diesem Fall tritt der externe Spieler möglichst nahe hinter den "laut Denkenden", versucht aber, seine physische Sichtbarkeit für die Zuschauer möglichst gering zu halten. Die anderen Spieler überlassen sofort dem laut Denkenden den Fokus!

Kategorie: Begriffe