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Monolog

Version 36 (von improwiki, 05.01.2018 21:24)

Der Monolog ist der Gegensatz zum Dialog.

Bem Improvisationstheater gibt es den Monolog in zwei Formen.

::* Der Spieler selbst spricht aus, was er (dh. was seine Figur) gerade denkt. In diesem Fall ist es sinnvoll, dass er Richtung Publikum schaut ggf. sich auch mit dem Körper Richtung Publikum wendet, vieleicht sogar einen Schritt nach vorne macht. Indem er aus dem Agieren mit den anderen körperlich heraustritt und vielleicht auch noch sein Sprechen ändert (langsamer, tiefere Tonlage), wird deutlich, dass es sich um "Denken" handelt. Während er redet, frieren die anderen ein. Hat er den Monolog beendet, tritt er zurück und die gemeinsame Spielszene wird fortgesetzt.

::* Die Gedanken des Spielers werden durch einen anderen, an der gerade laufenden Szene bisher nicht beteiligten Spieler ausgesprochen. In diesem Fall tritt der externe Spieler nahe hinter den "laut Denkenden".
:::Dies kann passieren, um einen Impuls zu setzen, etwa weil die Szene gerade stagniert, es kann aber auch passieren, um Gedanken auszusprechen, die von der dargestellten Figur als fremd, irritierend, inspirierend oder konfliktträchtig empfunden werden (die Fremdheit wird durch den "fremden" Sprecher unterstützt). Das kann z.B. "das Gewissen" sein, können widerstreitende Gedanken oder Gefühle sein (ggf. auch durch zwei Spieler ausgesprochen), das können (mahnende) Worte einer nicht anwesenden oder verstorbenen Person sein, derer sich der Spieler gerade erinnert. Die anderen Spieler überlassen sofort dem laut Denkenden den Fokus bzw. frieren ggf. ein.

Kategorie: Begriffe