Nehmen, was da ist
Änderungen in Version 8 (von Klaus, 14.03.2022 21:02)
- Eine der wichtigen dramaturgischen Verhaltensweisen beim Improtheaterspielen ist: "Nehmen, was da ist".
-Das bedeutet, dass man für die fortlaufende Geschichte nicht dauernd und unmotiviert neue Informationen und Aspekte einführt, sondern das nutzt und darauf aufbaut, was bereits an Informationen eingeführt wurde. Der Rahmen, der durch das bisher Geschehene und Gesprochene geschaffen wurde, sollte nicht gesprengt werden. Ein Übermaß an Informationen ist nicht nötig und kann zu einer chaotischen, unstrukturierten, langweiligen, nicht stringenten Geschichte führen. Das gilt insbesondere auch für den auslösenden Grund eines Konflikts oder eines Problems der Szene oder Geschichte.- +Das bedeutet, dass man für die fortlaufende Geschichte nicht dauernd und unmotiviert neue Informationen und Aspekte einführt, sondern das nutzt und darauf aufbaut, was bereits an Informationen eingeführt wurde. Der Rahmen, der durch das bisher Geschehene und Gesprochene geschaffen wurde, sollte nicht gesprengt werden. Ein Übermaß an Informationen ist nicht nötig und kann zu einer chaotischen, unstrukturierten, langweiligen, nicht [stringenten](/de/wiki/stringenz) Geschichte führen. Das gilt insbesondere auch für den auslösenden Grund eines Konflikts oder eines Problems der [Szene](/de/wiki/szene) oder Geschichte. Auch der [Wendepunkt](/de/wiki/wendepunkt) oder das [Kippen](/de/wiki/kippen) können auf bereits eingebrachte - auch beiläufige - Informationen gestützt werden.
- Beispiel:
- In einer laufenden Szene hat eine der Figuren beiläufig gesagt, sie habe seit heute morgen nichts mehr gegessen. Dies könnte die andere Bühnenfigur irgendwann aufgreifen und hieran den Anfang eines Konflikts festmachen: "Mir macht Angst, dass du seit einiger Zeit deine Gesundheit vernachlässigst!"