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Schweigen

Änderungen in Version 6 (von Klaus, 05.06.2012 06:52)

  • Schweigen heißt nicht reden und auch keine sonstigen Laute von sich geben. Schweigen auf der Bühne, in einer laufenden Szene kann in folgenden Situationen auftreten:
  • - als Regel des jeweiligen Spiels (z.B. Stummfilm),
  • - begleitend, während bestimmte dramaturgische Zutaten etabliert werden: pantomisches Einrichten eines Raumes, eine Alltagsroutine wie Wäsche aufhängen.
  • - andere Personen haben gerade den Fokus, dh. sie reden und agieren im Vordergrund,
  • -- als dramaturgisches Mittel. Gerade diese Form des Schweigens ist besonders interessant, weil längeres gemeinsames Schweigen aller Akteure insbesondere im Zusammenhang mit einem laufenden Dialog, mit einem ungelösten Konflikt, Streit oder Versprechen die Spannung erhöht. Die Zuschauer fiebern dem Fortgang der Geschichte entgegen, das Schweigen gibt Gelegenheit, die Spannung, die Neugier auf den Fortgang der Geschehens wahrzunehmen und auszukosten. Schweigen kann aber nicht nur die Spannung erhöhen, es kann auch die Gefühle in der laufenden Szene verstärken. Beispiel: Zwei alte Freunde treffen sich nach vielen Jahren wieder. Hier ist ein stummes Umarmen viel aussagekräftiger und emotionaler als ein Wortschwall, wie schön es sei, sich nach so langer Zeit wiederzusehen usw. ...
  • +- als dramaturgisches Mittel ist Schweigen besonders interessant. Es kann in zwei Formen auftreten:
  • +: - Zum einen kann es die Spannung erhöhen durch längeres gemeinsames Schweigen aller Akteure insbesondere im Zusammenhang mit einem laufenden Dialog, mit einem ungelösten Konflikt, Streit oder Versprechen. Die Zuschauer fiebern dem Fortgang der Geschichte entgegen, das Schweigen gibt Gelegenheit, die Spannung, die Neugier auf den Fortgang der Geschehens wahrzunehmen und auszukosten.
  • +: - zum anderen kann es die Gefühle in der laufenden Szene verstärken. Beispiel: Zwei alte Freunde treffen sich nach vielen Jahren wieder. Hier ist ein stummes Umarmen viel aussagekräftiger und emotionaler als ein Wortschwall, wie schön es sei, sich nach so langer Zeit wiederzusehen usw. ...
  • :Gerade Spielanfänger denken häufig nicht an Schweigen als dramaturgisches Mittel der Wahl oder sie trauen sich nicht, es zuzulassen und auszuhalten. Grund ist Unsicherheit, die unbegründete Vermutung, ein Schweigen der Akteure sei für die Zuschauer langweilig. Und so wird eine laufende Szene, der ein Schweigen gut tun würde, häufig zugequatscht.
  • +- Schweigen kann - insbesondere am Anfang einer Szene - Ausdruck der Tatsache sein, dass der Spieler „keine Idee“ hat.
  • Kategorie: Begriffe