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Monolog

Version 39 (von Klaus, 15.10.2021 14:12)

Der Monolog ist der Gegensatz zum Dialog.

Beim Improvisationstheater gibt es den Monolog in zwei Formen.

Selbstgespräch

... als Selbstgespräch, dh. die dargestellte Figur redet wirklich in ihrer Rolle laut mit sich selbst, aber eben ohne Adressaten. Das wird häufig im Rahmen einer Soloszene oder einer Solosequenz in einer längeren Geschichte passieren. Es ist aber auch denkbar, wenn eine weitere Person auf der Spielfläche ist. In diesem Fall wird das "Selbstgespräch" allerdings bei der anderen Bühnenfigur ebenso wie bei einem Menschen im realen Leben zu Irritationen führen, weil Selbstgespräche von Menschen in Gegenwart anderer häufig für eine sog. Verhaltensauffälligkeit oder psychische Störung sprechen.
Ein Sonderfall des Monologs kann ein Telefongespräch sein, wenn eine Figur mit einer nicht hörbaren anderen redet.

Lautes Denken

... als lautes Denken bzw. als innerer Monolog. In diesem Fall spricht die Bühnenfigur das aus, was sie gerade denkt und fühlt. Der Reiz des inneren Monologs besteht in der Paradoxie, dass das Publikum mitbekommt, was die Figur gedanklich zu sich selbst sagt. Natürlich hören die anderen Schauspieler als solche den Monolog mit und können das ggf. in ihrem weiteren Spiel berücksichtigen (etwa, wenn der laut Denkende eine Behauptung aufgestellt hat), aber die von ihnen dargestellten Figuren "hören" den Monolog nicht.

Das laute Denken kann in zwei Formen geschehen: