Improbingo ist ein Showformat, mit dem "normale" Improshows mit gemischten Spielen ergänzt werden können. Entwickelt wurde das Format von der Gruppe Impromptü aus Hamburg für die Zweite Lange Impronacht 2014, dort bildete es den Rahmen einer vierstündigen Show.

Grundidee: Die Zuschauer erwerben Bingokarten, auf denen Begriffe stehen. Wenn Begriffe auf der Karte während der Szenen genannt werden, dann streichen die Zuschauer diese durch und bei einer vollen Reihe, Spalte oder Diagonale rufen sie 'BINGO' und erhalten einen kleinen Preis.

Bingokarten:

Die Karten funktionieren im Format DIN A6 gut und sollten auf Papier mit 160g/m² oder mehr ausgedruckt werden. Damit sind sie fest genug, dass man darauf passabel schreiben kann und diese Papierstärke ist von normalen Druckern zu verarbeiten. (Eine Datei mit 50 Seiten mit je 4 Bingokarten lade ich hier noch hoch).

Die Bingokarten können vor der Show und in der Pause für einen kleinen Betrag (beispielsweise 50 Cent) verkauft werden.

Showablauf:

Bingo lässt sich sehr schön als Show inszenieren mit Moderation, mit Bingoexperten und mit Überreichen der Preise. Wir hatten bei der Premiere eine Moderatorin, einen Bingoexperten vom BÜV Nord (Bingo Überwachungsverein Nord) und einen Preistisch mit vielen unnützen Dingen aus dem Ein-Euro Shop. Eine Moderation für die 'Bingo-Abwicklung' ist sehr sinnvoll, diese achtet dann während der Szenen auf 'BINGO'-Rufe und verteilt die Preise.

Sinnvoll ist eine kurze Einführung in die Regeln:

  • Worte abstreichen
  • Reihe, Spalte oder Diagonale ergeben ein BINGO
  • Während der Szene "BINGO" rufen, die Szene wird nicht unterbrochen - Preise gibt es danach
  • Die Worte müssen auf der Bühne gesagt werden - eine Szene im Schlafzimmer bedeutet nicht, dass man 'Bett' sofort ausstreichen kann
  • Besonderheiten, es gelten:
    • Veränderungen: gepflegt -> Pflege
    • Euphemismus: Mutter -> Mama
    • Komposita: Rot -> Rotfuchs, Rothaut - nicht Rotarier
    • Komparation: groß -> größer
    • Deklination oder Konjugation: der Rock -> des Rockes

Preise:

  • Kleinkram aus dem 1-Euro-Shop.
  • Spezielle Spiele als Preis, ein Lied oder Gedicht für den Bingo-Gewinner.
  • Freikarten

Bei etwa 120 Zuschauer über den Abend (vier Stunden Show mit Pausen) wurden etwa 110 Bingokarten verkauft und es gab 40 Bingos. Die Preise wurden komplett durch die Kartenverkäufe finanziert.

Die Bingokarten beeeinflussen die Antworten bei den Abfragen deutlich, die Zuschauer rufen die ihnen noch fehlenden Begriffe rein.

Als Spieler kann man da auch mal 'Wunscherfüller' sein und aus den Antworten die fehlenden Begriffe merken und bewusst in die Szene einbauen.

last update: 2018-01-16
by Guido Boyke

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