Spieler: 3, Experte, Expertenarme, Moderator

Der Experte wird zu Beginn des Spiels - von einem Zuschauer begleitet - aus dem Saal geschickt (oder er muss sich die Ohren zuhalten). Vom Publikum wird ein wissenschaftlicher Begriff oder eine Erfindung erfragt, die der Experte raten muss und die es nicht gibt. Auf der Bühne wird nun eine Expertenrunde gezeigt, welche aus einem Moderator und einem "armlosen" Experten besteht. Moderator und Expertenarme kennen den Begriff.

Der "Experten" wird hereingeholt. Alle drei nehmen auf Stühlen Platz. Hilfreich ist es, wenn der "Experte" auf einem Stuhl ohne Rückenlehne sitzt. Das erleichert dem hinter ihm sitzenden Spieler das ungehinderte Gestikulieren nach vorne.

Der Experte verschränkt seine Arme nach hinten, der Spieler "Expertenarme" steckt seine Arme nach vorne zwischen den Armen des Experten (oberhalb des Ellenbogens) und dessen Rumpf durch und verschwindet ansonsten möglichst unsichtbar hinter dem Vorderspieler. Der Vorderspieler spricht und der Hinterspieler macht die passenden Armbewegungen. Dabei kann er mit seinen Bewegungen Vorgaben für den Sprechenden machen und Hilfen geben. Der Moderator stellt den Experten vor und interviewt ihn. Ziel ist es, dass Moderator und Arme dem Experten dezente Hinweise auf den zu ratenden Begriff geben, damit dieser ihn am Ende errät.

Hinweise und Tipps

  • Der Experte muss die Arme konsequent als seine "verkaufen", er darf nicht auf die Arme gucken, als gehörten sie nicht zu ihm, er muss immer klar machen, dass er genau weiß, wovon er spricht (auch wenn er in Wirklichkeit keine Ahnung hat). Er sollte konkrete Dinge behaupten. Gesichts- und Körperausdruck und Stimme des Experten müssen zu den Armbewegungen passen, d.h. größere und energischere Bewegungen der Arme müssen zu einem entsprechend expressiveren Ausdruck des Experten führen.
  • Die Armbewegungen sollten abwechslungsreich und ausdrucksstark sein, sie sollten nicht nur den zu beschreibenden Gegenstand darstellen, sondern auch die Emotionen des Experten ausdrücken.
  • Witzige Gimmicks sind Alltagsbewegungen, wie Kratzen, mit den Haaren spielen, in der Nase popeln, in die Tasche fassen etc., Trinken (Plastikbecher!).
  • Die "Kunst" des Moderators besteht darin, den Mittelweg zu finden zwischen deutlicher Hilfestellung und verbaler "Vernebelung". Insbesondere wenn die Szene droht, zu lang zu werden, können die Hinweise des Moderators etwas deutlicher werden.
  • Die Beteiligten können auch stehen.
  • Es ist insbesondere für die hintere Person, die die Arme spielt, sehr schweißtreibend. Sie sollte auch darauf achten, dass ihr Kopf möglichst überhaupt nicht zu sehen ist.

Varianten

  • Auch Fragen aus dem Publikum sind möglich.
  • Der Experte kennt das Thema oder die Erfindung. In diesem Fall ist es kein Ratespiel mehr, sondern eine wissenschaftliche Runde, bei der der Experte den Zuschauern erklärt, worum es bei dem Thema/der Erfindung eigentlich geht.
  • Der Experte stammt aus einem fernen Land und ist unserer Sprache nicht mächtig und spricht nur Gromolo (Kauderwelsch). In diesem Fall gibt es einen Dolmetscher, der die Ausführungen des Experten übersetzt und gleichzeitig die Fragen des Moderators an den Experten.
  • Es handelt sich nicht um einen Experten, sondern um einen Angeklagten vor Gericht, der seine Tat schildern soll (mögliche Vorgaben: Tatort, Tatopfer, Tatwaffe und Tatmotiv). - Beispiel mit der Gruppe Impronauten http://de.youtube.com/watch?v=gFZPo_uTh0o
  • Es handelt sich nicht um einen Experten, sondern um einen Verdächtigen bei einem Polizeiverhör, der seine Tat schildern soll (mögliche Vorgaben: Tatort, Tatopfer, Tatwaffe und Tatmotiv).
  • Es handelt sich nicht um einen Experten, sondern um einen Touristen der einem Boulevardjournalisten eine ganz heiße Story verkaufen will. Er hat nämlich am Flughafen einen Promi gesehen der was geschmuggelt hat. (Vorgaben: der Prominente, der Gegenstand den der Promi schmuggelt, Zielland der Schmuggelware.)
last update: 2013-12-01
by Guido Boyke

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