Es wird der Titel eines Buch abgefragt, das es noch nicht gibt. Einer der Spieler ist der Erzähler. Er befindet sich am Rande der Bühne. Er sitzt auf einem Stuhl und bearbeitet eine fiktive Schreibmaschine bzw. - moderner - eine fiktive Computertastatur. Er erzählt die Geschichte, die er gerade eintippt. Sobald er einige Elemente erzählt hat, übernehmen bzw. berücksichtigen die Spieler dies und starten die Szene. Beide - Spieler und Schriftsteller - beeinflussen sich gegenseitig. Die Spieler etwa können durch bestimmtes Handeln die Erzählung des Schriftsteller beeinflussen, der Schriftsteller kann - wenn es dramaturgisch erforderlich ist - den Handlungsort wechseln, neue Figuren einführen, mit Kippen oder Rückblenden arbeiten. Er kann - ausnahmsweise (!) - auch Dialoge "erzwingen": "Horst schrie verärgert: ..." Als Typewriter sollten nur erfahrene Spieler agieren, die sich mit der Dramaturgie von Improszenen gut auskennen. Der Schwerpunkt des Bühnengeschehens liegt bei den agierenden Schauspieler, der Typwriter hat eher die Funktion eines Stichwortgebers, Nothelfers und Initiators und schafft den Rahmen durch Anfangs- und Endmonolog.

Siehe auch: Singender Geschichtenerzähler

last update: 2013-12-01
by Guido Boyke

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